Faire Preise sind uns wichtig!

Anwaltskosten

Die Vergütung fällt an wenn das Mandat beendet oder die Angelegenheit erledigt ist. Der Anwalt kann angemessene Vorschüsse verlangen. Jede Angelegenheit (Auftrag) ist gesondert abzurechnen.

Der Rechtsanwalt kann mit dem Mandanten ein Pauschalhonorar oder Zeithonorar schriftlich vereinbaren, tut das aber in der Regel nur, wenn er mit den gesetzlichen Gebühren nicht kostendeckend arbeiten bzw. kein „angemessenes“ Einkommen generieren kann. Stundensätze für Rechtsanwälte bewegen sich üblicherweise zwischen 100 - 400 €

Die Gebühren eines Rechtsanwaltes sind  grundsätzlich im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG - siehe Download) geregelt. Die Höhe der Gebühren ergibt sich aus einer Tabelle nach dem sogenannten Gegenstandswert der Angelegenheit.

Beispiele für Gegenstandswerte

Ehescheidung:

3 Monate x Nettoeinkommen der Ehegatten/Monat + ca. 5%
des Vermögens der Freibeträge (2.000  - 1.000 €)

Zugewinnausgleich: bezifferte Geldforderung (- 30.000.000 €)
Unterhalt: 12 Monate x Unterhaltsforderungen/Monat + Unterhaltsrückstände
Umgang. Sorge je pauschal 3.000 €
   

Aus diesen Gegenstandswerten ergeben sich dann die Gebühren:

Aussergerichtliche Tätigkeit

Erstberatung / Beratung

Bei Privatpersonen bemisst der Anwalt die anfallenden Gebühren je nach Art, Wert, Zeitaufwand und Schwierigkeit des Falles. Sie dürfen jedoch nicht 190,00 € übersteigen. Zuzügliche Auslagen und Mehrwertsteuer zahlt der Mandant daher maximal 249,90 €.

Außergerichtliche Vertretung

Für die außergerichtliche Vertretung fällt eine Geschäftsgebühr (0,5-2,5) und ggf. eine Einigungsgebühr (1,5) an. Die konkrete Gebührenhöhe innerhalb des Gebührenrahmens bestimmt sich nach Schwierigkeitsgrad und Umfang der Angelegenheit. Die Geschäftsgebühr deckt Informationsaufnahme, Fertigung und Unterzeichnung von Schriftsätzen usw. ab. Eine Einigungsgebühr fällt an, wenn der Rechtsanwalt an einer vergleichsweisen Regelung der Angelegenheit seines Mandanten mitwirkt.

Die Beratungshilfe (BH)

Einkommens- und Vermögenslose Ratsuchende haben Anspruch auf staatliche Beratungshilfe. Der Rechtsanwalt als Vertreter eines humanitären Berufes erhält dann aus der Staatskasse nur sehr niedrige Festgebühren. Zusätzlich muss sich der Mandant mit einem Beitrag von 15,00 Euro an den Gebühren beteiligen.

Vertretung vor dem Zivil- oder Familiengericht

I. Instanz

Es fällt eine Verfahrensgebühr (1,3), ggf. eine Terminsgebühr (1,2) und ggf. eine Einigungsgebühr (1,0-1,5) an.

II. Instanz

In der Berufung erhöht sich die Verfahrensgebühr auf (1,6). Zusätzlich fällt ggf. auch eine Terminsgebühr (1,2) und eine Einigungsgebühr (1,0-1,5) an.

Beispiele:

Ehescheidungsverbundverfahren 1. Instanz:

Nettomonatseinkommen Ehemann 3.000€, Ehefrau 1.000€
Im Versorgungsausgleich sind 6 Rentenanwartschaften auszugleichen

Gegenstandswert: 
Ehescheidung (3.000 € + 1.000 €) x3 = 12.000 €
Versorgungsausgleich 60% x 12.000 € = 7.200 €
Insgesamt: 19.200 €

Gerichtskosten: 1.035 €

 

Anwaltsgebühren:  
1,3 Verfahrensgebühr 964,60 €
1,2 Terminsgebühr 890,40 €
Auslagen 20,00 €
Mehrwertsteuer (19%) 356,25 €
Rechnungsbetrag 2.231,25 €

 

 

 

Prozesskostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe (VKH/PKH)

Bei einkommensschwachen Personen, deren Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichend Aussicht auf Erfolg hat, werden die Kosten für den eigenen Anwalt unabhängig vom Ausgang des Verfahrens von der Staatskasse übernommen. Als einkommensschwach gilt, wer nach Abzug von Belastungen über kein anrechenbares Einkommen nach Sozialhilferecht mehr verfügt. Vermögen ist bis zur Höhe des sozialrechtlichen Freibetrags geschützt. Höheres Vermögen muss eingesetzt werden.

 

Als Belastungen können vom indididuellen Einkommen abgezogen werden

Freibetrag für Prozesspartei, die ein Erwerbseinkommen bezieht 180 €
Freibetrag für Partei und ihren Ehegatten oder Lebenspartner 395 €
Freibetrag für jede weitere Person, der die Prozesspartei Unterhalt gewährt 276 €
Kosten für Unterkunft und Heizung individuell
Angemessene Beiträge für Versicherungen individuell
Kredite  individuell
Berufsbedingte Aufwendungen individuell
Stand: 2015  

 

Schlichtungsstelle

Wenn Streitigkeiten über die Anwaltsrechnungen und/oder Schadenersatzforderungen zwischen Mandant und Rechtsanwalt auftreten, gibt es für alle Mandanten, die Verbraucher sind die Möglichkeit, den Streit mit der Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft friedlich beizulegen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Engelhard erklärt sich bei Konflikten mit Verbrauchern (§ 37 VSBG) bereit, an Verbraucherschlichtungsverfahren nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz teilzunehmen.

Die für die Rechtsanwaltskanzlei zuständige Verbraucherschlichtungstelle ist die:

Schlichtungstelle der Rechtsanwaltschaft, Neue Grünstraße 17, 10179 Berlin